Antizionismus: Religion einer verwahrlosten Kulturelite

„Der zweite Platz für Israel beim 70. European Song Contest war eine Überraschung, mit der niemand gerechnet hatte, am allerwenigsten die Israelis, die einen biederen Sänger (Noam Bettan, Foto oben) mit einem unspektakulären Lied nach Wien geschickt hatten, nicht um zu gewinnen, sondern um dabei zu sein. Was hatte die Antisemitische Internationale nicht alles unternommen, um eine Teilnahme Israels am ESC zu verhindern! ... Am Ende hatten die Bulgaren die Nase vorn und Israel landete auf dem zweiten Platz, um drei Ränge besser als beim letzten ESC.

... heute ist der Antisemitismus die weltliche Religion einer korrupten und verwahrlosten Kulturelite, die den verhassten ‚Juden‘ durch den ‚Zionisten‘ ersetzt hat. Wie einst der ‚Jude‘, so begeht ‚der Zionist‘ heute die furchtbarsten Verbrechen. Anders aber als der ‚Jude‘, der sich in sein Schicksal ergab, wehrt sich der ‚Zionist‘ und schlägt zurück. ... Israel ist der Jude unter den Staaten.

... Die Antisemitische Internationale wird natürlich nicht aufhören ... Sie wird weiter zum Boykott gegen Israel aufrufen und für eine Zwei-Staaten-Lösung mobilisieren, wohl wissend, dass diese das Ende des ‚jüdischen Staates‘ bedeuten würde. Dagegen mit Argumenten anzutreten, ist vollkommen sinnlos. ...

... Als erste Maßnahme zur Anerkennung der Realität sollten alle ‚Antisemitismusbeauftragten‘ sofort entlassen und ihre Dienststellen geschlossen werden. Sie haben lange genug die Illusion verbreitet, Antisemitismus könnte mit administrativen Maßnahmen bekämpft werden ...“ [alles lesen!]

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Nicht seine Kritik der politischen Ökonomie lieferte Marx den Schluss auf jenes „revolutio-näre Subjekt“ namens „Prole-tariat“ – herleiten lässt sich aus ihr nichts dergleichen –, son-dern genau andersherum be-gründete die schiere Evidenz des Daseins und Wirkens die-ses Subjekts allererst eine Kritik der politischen Ökonomie, die das Kapital als „Durchgang“ hin zur menschlichen Gesellschaft diagnostiziert. Striche man da-gegen aus der Marxschen Di-agnose dieses einzige wahrhaft historisch-subjek­tive Moment darin aus, bliebe von ihr nur das Attest eines unaufhaltsa-men Verhängnisses.(*)

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